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DFG-Projekt "Siedlung und Grubenanlage Herxheim b. Landau"

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Impressum


 

Aktuelle Termine und Medienberichte rund um den bandkeramischen Fundplatz Herxheim b. Landau

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Bookcover Ritual Destruction in the Early Neolithic - The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany)

Out now:
Forschungen zur Pfälzischen Archäologie (FPA) 8.1
Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.): Ritual Destruction in the Early Neolithic - The Exceptional Site of Herxheim (Palatinate, Germany)

Speyer 2016, 152 pages/Seiten, 139 plates/Tafeln, consistently colored/durchgängig farbig; ISBN 978-3-936113-09-9

From the content:
20 years ago, the probably most extraordinary site of the Early Neolithic that Europe has to offer was discovered in Herxheim: a village surrounded by a double ditch that contained the highly fragmented remains of more than 500 human individuals, intentionally destroyed high-quality pottery and further artefacts. A research excavation from 2005-2008 laid the foundation for the long-standing analyses which were funded during 8 years by the German Resarch Foundation (DFG). Only the human remains were already published as a monograph in anticipation of the full publication.

From the content: 20 years ago, the probably most extraordinary site of the Early Neolithic that Europe has to offer was discovered in Herxheim: a village surrounded by a double ditch that contained the highly fragmented remains of more than 500 human individuals, intentionally destroyed high-quality pottery and further artefacts. A research excavation from 2005-2008 laid the foundation for the long-standing analyses which were funded during 8 years by the German Resarch Foundation (DFG). Only the human remains were already published as a monograph in anticipation of the full publication.

Herxheim Vol. 1 contains the research history, the features of the double ditch and a presentation of a selection of finds concentrations from the ditches.
The title of the research history ".an interpretative thriller" already reveals that many different interpretations entwine around the exceptional site. The finds themselves as well as the intricate earthwork where most of them were found have triggered a wide variety of hypotheses up to date.

The presentation of the features of the earthwork constitute the core of the dissertation thesis of Fabian Haack. His intensive study of the records of the excavations, partly directed in the field by himself, have led to the conclusion that the Bandkamik settlement of Herxheim was enclosed by a double ditch with a complex architecture and a multi-faceted refilling history. Furthermore, his contribution also contains a presentation of the position of the finds ensembles in the ditches, their composition and the chronological connections between the different concentrations.

The third section of the present volume is dedicated to a better understanding of the finds concentrations in terms of their varying consistencies. Andrea Zeeb-Lanz has applied herself to the question whether there are specific patterns or criterions for the selection of the contents of the finds ensembles. A number of statistical comparisons reveal that the concentrations seem to consist of mainly haphazard remains of ritual activities rather than purposeful selections of specific pieces.

Volume 2 (FPA 8.2) will contain the analyses of the find categories stones, animal bones, bone implements and jewellery. For the extraordinary pottery a separate volume is planned, but in vol. 2 of the Herxheim publication the refittings of pottery sherds will already be published as well as some core remarks concerning the ceramic remains. FPA 8.2 will also include the results of the manifold natural scientific analyses (isotopes, aDNA, clay analyses, archaeobotany, radiocarbon dating). Completed is the second volume Herxheim with an overall interpretation of the site, based on all the published results including the anthropology (to be published in 2017).

Aus dem Inhalt:
Es ist 20 Jahre her, seit in Herxheim der wohl außergewöhnlichste Fundplatz des frühen Neolithikums entdeckt wurde, den Europa bis heute zu bieten hat: Ein doppelter Graben um eine Siedlung barg die klein zerlegten Überreste von mehr als 500 menschlichen Individuen, dazu intentionell zerstörte qualitätvolle Keramik und weitere Artefakte. Eine Forschungsgrabung von 2005-2008 legte dann den Grundstein für die langjährigen Auswertungen, die acht Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden. Nun liegt in Kürze der erste Band der englischsprachigen Publikation des Forschungsprojektes Herxheim vor. Als einzige Fundgruppe wurden die menschlichen Überreste aus der Forschungsgrabung bereits im Vorgriff auf die Gesamtpublikation in einer eigenen Monographie veröffentlicht.

Herxheim Vol. 1 umfasst die Forschungsgeschichte, die Erdwerksbefunde sowie die Vorstellung einer Auswahl von Fundkonzentrationen aus dem Doppelgraben.
Der Titel der Forschungsgeschichte ".an interpretative thriller" verrät bereits, dass sich die unterschiedlichsten Interpretationen um den außergewöhnlichen Fundort ranken. Sowohl die Funde selbst als auch das komplexe Erdwerk, in dem ein Großteil von ihnen aufgedeckt wurde, haben bis heute ein breites Spektrum an Hypothesen angeregt.
Die Vorlage der Befunde des Erdwerkes stellt den Kern der Dissertation von Fabian Haack dar. Seine intensive Auseinandersetzung mit der Dokumentation der teils von ihm selbst geleiteten Grabungen haben zu dem Ergebnis geführt, dass die bandkeramische Siedlung Herxheim von einem Doppelgraben umgeben war, der sowohl eine komplexe Bau- als auch eine sehr vielschichtige Verfüllungsgeschichte besitzt. Darüber hinaus werden in seinem Beitrag sowohl die Lage der Fundensembles in den Gräben als auch ihre Zusammensetzung und die chronologischen Verbindungen zwischen verschiedenen dieser Konzentrationen untersucht.
Dem besseren Verständnis dieser Fundkonzentrationen und ihrer divergierenden Zusammensetzungen dient der dritte Abschnitt des Bandes. Andrea Zeeb-Lanz hat sich der Frage gewidmet, ob es für die Inhalte der Fundensembles bestimmte Muster oder Auswahlkriterien gibt. Eine Reihe statistischer Vergleiche führt zu dem Schluss, dass wohl insgesamt keine gezielte Selektion zu den jeweiligen Fundkonzentrationen geführt hat, sondern diese eine großenteils willkürliche, Auswahl von Überresten ritueller Handlungen darstellen.

Für Band 2 (FPA 8.2) sind dann die Fundkategorien Steine, Tierknochen, Knochengeräte und Schmuck vorgesehen. Der Gesamtvorlage der Keramik soll ein weiterer Band gewidmet werden, in Band 2 zu Herxheim werden jedoch die Zusammensetzungen der Keramik vorgelegt sowie einige Kernaussagen zur Keramik formuliert. FPA 8.2 wird außerdem die Ergebnisse der vielfältigen naturwissenschaftlichen Untersuchungen (Isotopen, aDNA, Tonanalysen, Archäobotanik, C14-Datierungen) enthalten. Die Interpretation der Anlage, die auf allen vorgelegten Ergebnissen einschließlich der Anthropologie fußt, beschließt den zweiten Band zu Herxheim (erscheint 2017).




TV27.09.2012 ARTE, X:enius-Sendun: "Kannibalismusverdacht – Waren unsere Vorfahren Menschenfresser?"
"Kannibalismus wird heute als Tabu gehandelt. Unsere Vorfahren waren möglicherweise nicht so zimperlich, was Menschenfleisch angeht. Zahlreiche Funde legen nahe, dass vor einigen Tausend Jahren in Europa Menschen ihre Mitmenschen entbeint und bei feierlichen Ritualen verzehrt haben.
Besonders spektakulär ist der Knochenfund im pfälzischen Herxheim. Hier fand man eine Grubenanlage aus der Zeit der frühesten Ackerbauern mit mehr als 500 Toten, denen das Fleisch wie bei Schlachtvieh von den Knochen geschabt worden ist. Besonders eigenartig: Diese Toten waren keine Einheimischen, sie kamen aus ganz Europa, von Paris bis zum Elbtal. Wanderten sie extra nach Herxheim, um sich dort verspeisen zu lassen?
Die 'X:enius'-Moderatoren Dörthe Eickelberg und Pierre Girard treffen auf die Grabungsleiterin Andrea Zeeb-Lanz und fragen sie nach dem Rätsel von Herxheim."

Sendung auf Arte + 7 zum Nachschauen (bis zum 04.10.2012)

Poster Tagung herxheim

Im Focus: Die ersten Ackerbauern der Pfalz und der Sensationsbefund von Herxheim bei Landau

Fünfte Fachtagung des Historischen Vereins der Pfalz am 26./27.10.2012 befasst sich mit der jungsteinzeitlichen Landnahme der Pfalz

Zum fünften Mal in Folge lädt der Historische Verein seine Mitglieder und weitere Interessierte zu einer wissenschaftlich orientierten Tagung ein. Thema der diesjährigen Fachtagung: Die Bandkeramiker, die frühesten sesshaften Bauern in der Pfalz, die ab ca. 5300 v. Chr. recht schnell die linksrheinische Landschaft bevölkern. Anlass für dieses Thema ist die außergewöhnliche Anlage von Herxheim bei Landau, die seit nunmehr fast 10 Jahren im Focus der jungsteinzeitlichen Forschung steht. Hier wurden – bislang einzigartig in ganz Europa – in einem doppelten Erdwerk aus langen, aneinanderhängenden Gruben, die Überreste von mehr als 500 menschlichen Individuen gefunden – planvoll zerstückelt, die Knochen in kleine Fragmente zerschlagen. Prunkvolle, ebenfalls intentionell zerstörte Keramik, zerschmetterte Steingeräte und Mahlsteine vervollständigen das Bild eines von Zerstörung geprägten, außergewöhnlichen Rituals, für das es in der Kultur der Bandkeramiker keinerlei Tradition gibt. Vergleichbare Befunde fehlen europaweit auch aus späteren Epochen.
Der erste Teil der Tagung (Freitag, 26.10.) widmet sich nach einem allgemeinen Überblick über die Bandkeramik verschiedenen Aspekten des Lebens und den materiellen Hinterlassenschaften dieser Kultur. In enger Kooperation mit Dr. Andrea Zeeb-Lanz von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Speyer, wurden Referenten aus dem In- und Ausland eingeladen, die Spezialisten für die Linearbandkeramik sind und jeweils besonders interessante Aspekte dieser Kultur untersuchen.. Der öffentliche Abendvortrag widmet sich – quasi als Einführung zum zweiten Teil der Tagung am Sonnabend, 27.10. –dem Thema „Bandkeramische Siedlung mit Grubenanlage von Herxheim“ und gibt einen Gesamtüberblick über die Ergebnisse der langjährigen Forschungen des DFG-Projektteams Herxheim. Der Sonnabend steht dann ganz im Zeichen der außergewöhnlichen Ritualanlage von Herxheim - Spezialisten des Forschungsteams Herxheim stellen verschiedene Einzelaspekte wie etwa die Architektur der Grubenanlage vor und geben tiefere Einblicke in die Rätsel und Probleme dieses einzigartigen Fundplatzes.

Abgerundet wird die Tagung durch Gruppenführungen im Museum Herxheim. Dort ist neben der Dauerausstellung zur Bandkeramik und den besonderen Funden und Befunden von Herxheim auch eine Sonderausstellung mit dem Thema „Hände formen Ideen. Werkzeuggeschichte(n) vom Neolithikum bis in die Antike“ zu besichtigen.

Im Anschluss an das Vortragsprogramm erwartet die Besucher ein geführter Rundgang durch das Museum Herxheim, dessen größter Ausstellungsbereich sich ausschließlich dem Leben der frühesten Ackerbauern und den sensationellen Funden aus den Herxheimer Grabungen widmet.

Die Tagung sowie der öffentliche Abendvortrag finden in der Festhalle der Gemeinde Herxheim (Bonifatiusstraße 22, 76863 Herxheim) statt.

Andrea Zeeb-Lanz

Tagungsprogramm zum Download (10kB)



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Archiv


TVSpiegel TV: Herxheimer Schädel in einer Sendung zur Ausstellung " Schädelkult. Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen", Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim (2.10.2011-29.04.2012)
externer Link zur Sendung


Podcast: Rätselhafte Schädelfunde aus Herxheim

Interview mit Andrea Zeeb-Lanz zum Phänomen Herxheim auf der Homepage der Ausstellung "Schädelkult. Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen."
externer Link zum Interview

 

Podcast : il y a 7 000 ans, une crise très violente a-t-elle secoué l’Europe centrale : l’exemple d’Herxheim (Rhénanie-Palatinat, Allemagne)

Radiosender: France Culture; Sendung Le Salon Noir; Ausstrahlung: 12.01.2011
externer Link zur Sendung bei France Culture

Event 16.07.2011 : Public Viewing im Museumshof Herxheim – mit Weinausschank und Imbiss!

Bandkeramiker
Opferszene

„Kannibalen – Im Herzen Europas?“
Dokumentation von Jeanine Isabel Butler (USA 2010)
ARTE, 16. Juli 2011, 20.15 Uhr

Die zahlreichen gefundenen Knochen sind 7.000 Jahre alt, das zeigen C-14-Analysen. Sie wurden im südpfälzischen Herxheim in einem doppelten Grubenring um eine Siedlung der Jungsteinzeit entdeckt. Doch hier fanden offensichtlich keine Bestattungen statt. Die Männer, Frauen und Kinder, denen diese Knochen gehörten, könnten rituell geopfert worden sein. Darauf weisen jedenfalls viele Indizien hin.

Jeanine I. Butler geht mit dieser weltweit ersten und exklusiven Dokumentation über den sensationellen Fund von Herxheim an den Ort des Geschehens. Die Toten gehörten zur Linearbandkeramischen Kultur, der frühesten Zivilisation von Bauern in Mitteleuropa. Sie lebten viele Jahrhunderte relativ friedlich in Europa, bevor ihre Kultur plötzlich erlosch.

Ging diesem Ende eine Krisenzeit voraus, die den Aufsehen erregenden Fund von Herxheim erklärt? Archäologen untersuchen, ob die Funde von Knochen, zerschlagener Prunkkeramik und anderer zerstörter Artefakte von Herxheim Hinweise auf den letzten, verzweifelten Versuch einer zum Untergang bestimmten Gesellschaft darstellen, durch Menschenopfer und rituellen Kannibalismus dem eigenen Ende zu entgehen.

Andrea Zeeb-Lanz von der Direktion Landesarchäologie - Speyer, Leiterin eines internationalen Teams deutscher, französischer und Schweizer Experten, will gemeinsam mit ihren Kollegen mit den Methoden der forensischen Archäologie klären, was in Herxheim wirklich geschehen ist.

„Kannibalen – Im Herzen Europas?“ wird von ARTE am Samstag, dem 16. Juli 2011, um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Am Ort des Geschehens, in Herxheim, findet ein Public Viewing statt – der Museumshof des Museums Herxheim, Untere Hauptstraße 153, wird zu einem großen Freiluftkino. Bereits ab 18 Uhr kann man sich an Wein und anderen Getränken laben, einen Imbiss einnehmen und vor der Sendung um 20.15 Uhr noch einen Blick auf die Originalfunde im Museum werfen….

Opfergrube Filmarbeiten


TV
16.07.2011
Hockerbestattung aus Herxheim

Film "Herxheim - Kannibalen im Herzen Europas" am 16.07.2011 um 20 Uhr 15 auf ARTE .
Der Film stellt die deutsch synchronisierte Version des für National Geographic TV produzierten und in Amerika bereits im Januar 2011 gesendeten Filmes über die jungsteinzeitliche Anlage von Herxheim und ihre Erforschung dar. Im Focus des Films steht aber insgesamt das Phänomen „Kannibalismus“, welcher seit den Untersuchungen des Anthropologen Bruno Boulestin im Rahmen des DFG-Projektes Herxheim für die ungewöhnlichen Ritualhandlungen in der bandkeramischen Anlage auch nicht mehr auszuschließen ist. Der Film spannt zum Thema Kannibalismus einen weiten Bogen - ausgehend von Herxheim werden verschiedene Formen von Anthropophagie wie Hungerkannibalismus, Kriegskannibalismus und weitere Varianten beleuchtet. Viel Raum widmet die Produktion, die durch das von Kameramann Rob Lyall in hervorragender Qualität gefilmte Bildmaterial besticht, aber auch den verschiedenen Untersuchungsmethoden, die für die Lösung des Rätsels Herxheim im Rahmen des DFG-Projektes angewendet werden.


TV
24.01.2011
National Geographic TV sendet auf dem National Geographic Channel in der Reihe „Explorer“ am 24.01.2011, 22.00 Uhr, die Sendung „Lost Cannibals of Europe“.
Thema der Sendung ist die jungsteinzeitliche Anlage von Herxheim. Im Juni 2010 war ein Kamerateam unter der Leitung von Jeanine Butler und ihrer Assistentin Susanna Simpson im Auftrag von National Geographic TV für zwei Wochen in der Pfalz, um für diesen Film Interviews, Lifeszenen von der Grabung und Reenactmentszenen zu drehen. Das Ergebnis wird nun gesendet; erste kurze Video-Ausschnitte kann man sich bereits unter folgendem Link im Internet anschauen: http://channel.nationalgeographic.com/series/explorer/4829/Overview#tab-Overview
Ein Kurzbericht zu den Erfahrungen der Mitglieder des DFG-Projektteams Herxheim mit den Filmemachern aus den USA wird in Kürze auf dieser Seite veröffentlicht.

07.04.2010
Neue Links zu Presseartikeln über das Projekt und seine Forschungsergebnisse eingefügt


Neugestaltung der Dauerausstellung zur bandkeramischen Grubenanlage im Museum Herxheim

Seit Ende Juni 2009 zeigt das umgebaute und erweiterte Museum Herxheim die Dauerausstellung zur bandkeramischen Grubenanlage von Herxheim in völlig neuem Gewand. Die von Designer Martin Metz (Herxheim-Hayna) entworfene Gestaltung der Innenräume lässt nun sehr stilvoll mit indirekter Wandbeleuchtung die herausragenden Funde aus Herxheim voll zur Geltung kommen.
Die Ausstellung wurde von den Speyerer Mitarbeitern des DFG-Projektteams unter tatkräftiger Mitarbeit von Restaurator Ludger Schulte völlig neu konzipiert. Im Erdgeschoss wird das Leben der Bandkeramiker, repräsentiert durch die vielfältigen Funde aus der Siedlung und Grubenanlage im Herxheimer Gewerbegebiet West, dargestellt. Die Vitrinen sind jeweils bestimmten Lebensbereichen, wie etwa Ackerbau, Fischfang und Jagd gewidmet. Neu sind die Belege für Krankheiten oder Verletzungen, die anhand von Knochen- und Schädelexponaten in einer Vitrine visualisiert und auf zwei Tafeln anschaulich erläutert werden.
Das Highlight der Ausstellung stellt jedoch das Kellergeschoss dar, in dem die neuesten Forschungsergebnisse zu den menschlichen Individuen und ihre Behandlung thematisiert werden. Eine große Wandvitrine zeigt die systematische Manipulation der Toten von der Zerlegung über die Entfernung aller Weichteile bis hin zur Herstellung der Kalotten, der Zertrümmerung der Knochen (zur Markgewinnung?) und den rätselhaften Brandspuren an einer Reihe von Knochenfragmenten.
Ein Interaktiver Schaukasten lädt zum Erkennen und Wiederfinden der unterschiedlichen Regionalstile der Keramik ein.



06.10.2009

BerichtBericht "Prinzip der geordneten Zerstörung" von Alexander Lang für den "Evangelischen Kirchenboten"
Bericht online: www.evangelisch.de/themen/wissen/steinzeitliche-grabstaette-gibt-archaeologen-raetsel-auf
Bericht PDF: "Prinzip der geordneten Zerstörung" (1,33 MB) Quelle: epd.

Neue Erkenntnisse aus dem DFG-Projekt: Literaturliste ergänzt

 

Die Publikation der internationalen Fachtagung "Krisen – Kulturwandel – Kontinuitäten: Zum Ende der Bandkeramik in Mitteleuropa" (Herxheim, 14.06.-17.06.2007) ist erschienen:
Andrea Zeeb-Lanz (Hrsg.), Krisen – Kulturwandel – Kontinuitäten: Zum Ende der Bandkeramik in Mitteleuropa. Beiträge der Internationalen Tagung in Herxheim bei Landau (Pfalz) vom 14.-17. Juni 2007. Internationale Archäologie - Arbeitsgemeinschaft, Symposium, Tagung, Kongress 10 (Rahden/Westf. 2009).



Event 10.12.-23.12.2008: Bandkeramische Funde aus Herxheim in Straßburg: Ausstellung „Tausend Tote ohne Grab“ – die Menschenknochendeponierungen der neolithischen Siedlung von Herxheim/Pfalz (ca. 5000 v. Chr.)

Event 22.06.2008: Letzter "Tag der Offenen Grabung" vor dem Ende der Ausgrabung.

Event
14.06.-17.06.2007: Internationale Fachtagung "Krisen – Kulturwandel – Kontinuitäten: Zum Ende der Bandkeramik in Leerfeld Mitteleuropa". weitere Informationen

TV09.06.2007: Ausstrahlung des Films "Das Rätsel von Herxheim - der Totenkult der Steinzeitmenschen" um 21 Uhr 50
Leerfeld im SWR
Leerfeld weitere Infos: Inhalt des Beitrages (externer Link)

Event 09.05.2007: Eröffnung der Erweiterung der Ausstellung im Museum Herxheim
Leerfeld weitere Infos auf der Homepage des Museum Herxheim

09.11.2006: Bericht auf "SWR-Online" über die Grabung und die aktuellen Forschungsergebnisse.
weitere Infos: Inhalt des Beitrages (externer Link)

20.09.2006: Beitrag "Die Toten von Herxheim" im Rahmen einer Sendereihe im SWR über aktuelle Ausgrabungen in Rheinland-Pfalz.
weitere Infos: Sendereihe " Archäologische Streifzüge" (externer Link)
Video des Beitrages (RealVideo 4:08 min.; externer Link)

08.09.2006: Eröffnung der Sonderausstellung "Gestern noch im Boden - heute schon in der Vitrine"
Die Sonderausstellung im Museum Herxheim zeigt grabungsfrische Funde aus den laufenden Ausgrabungen. Die Ausstellung wird am Freitag, 08.09.2006 mit einem Empfang für geladene Gäste um 16.00 Uhr eröffnet; von 17-19 Uhr steht sie für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Sonderausstellung wird vier Wochen lang im Museum Herxheim zu den üblichen Öffnungszeiten gezeigt.
weitere Infos: Museum Herxheim (externer Link)

27.11.2005: Beitrag "Geheimnisvolles Grab - Wie die Menschen vor 7.000 Jahren lebten" über die aktuellen
Erkenntnisse des Fundplatzes Herxheim in "Welt der Wunder" (RTL II):
weitere Infos: Inhalt des Beitrages (externer Link)

14.10.2005: Beitrag "Massengrab im Möbelhaus" über Herxheim in "ASPEKTE" (ZDF).
weitere Infos: Inhalt des Beitrages (externer Link)
Video der Sendung (externer Link)

 

 

 

letzte Änderung: 10.01.2017